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In der Whitehall II Cohort Study wurde die kognitive Leistungsfähigkeit von Rauchern und Nicht-Rauchern verglichen. Bei rauchenden Männern im mittleren Alter war der beschleunigte Abbau der geistigen Fähigkeiten signifikant im Vergleich zu Nicht-Rauchern oder solchen Studienteilnehmern, die schon lange nicht mehr rauchten. Bei Frauen fand sich kein Unterschied zwischen Raucherinnen und Nicht-Raucherinnen. (Arch Gen Psychiatry. 2012;69(6):627-635: Impact of Smoking on Cognitive Decline in Early Old Age)

 Somit besteht neben dem Risiko einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) auch das Risiko, zumindest für Männer, den "gesunden Menschenverstand" frühzeitig zu verlieren. Hier sollte "Mann" bei Zeiten diesem Laster entsagen oder am besten erst gar nicht anfangen.

 Die COPD äußert sich in anhaltendem Husten, Auswurf und Atemnot und stellt inzwischen die vierthäufigste Todesursache dar. Ob man zu den Risiko-Personen für eine COPD gehört, kann eine Lungenfunktionsprüfung oft frühzeitig beantworten. Insbesondere die Verlaufsbeobachtung kann die Tendenz zur zunehmenden Ventilationsstörung aufzeigen. Die Behandlungsmöglichkeiten der COPD sind m.E. immer noch unzufriedenstellend.

 Aber auch rauchende Frauen sollten sich nach der oben genannten Studie nicht entspannt zurücklehnen. Die erhöhte Thromboseneigung und das gesteigerte Risiko der sogenannten "Arterienverkalkung" mit Durchblutungsstörungen bleiben für beide Geschlechter.

 


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